Hoffest im Ökodorf Brodowin 2010

Anfahrt

Um 9:39 Uhr fährt der Regionalexpress RE 3 Richtung Schwedt von Berlin-Gesundbrunnen ab. Nach ca. 40 Minuten Fahrt ist man schon in dem kleinen Ort Chorin. Direkt am Bahnhof befindet sich ein Fahrradverleih, die Touristeninformationen sowie ein kleiner Hofladen.

Nach Brodowin

Man verläßt den Bahnhof, biegt auf der Dorfstraße nach links ab und folgt der Holperstraße, die nach kurzer Zeit Triftstraße heißt. Bereits nach wenigen Minuten hat man den Ort verlassen. Der Weg wird besser und führt durch den Wald bis nach Brodowin. Die Kennzeichnung ist weiß-rot-weiß. Nach ca. 7 km hat man Brodowin erreicht. Man folgt ca. 300 m der Hauptstraße und kann das Hoffest nicht verfehlen.

Besichtigung des Ziegenstalls

Gleich am Eingang wartet ein Traktor mit Anhänger, der alle 30 Minuten in den Ziegenstall fährt. Dort leben ca. 180 Ziegen, die in 4 Herden aufgeteilt sind. Die Mitarbeiterin erklärte uns, wie diese gefüttert und gemolken werden. Letzteres passiert morgens und abends. Eine Ziege liefert ungefähr 800 Liter Milch im Jahr, Kühe bis zum zehnfachen der Menge.

Ein zweiter Stall beherbergt die Lämmer. Diese werden nach Alter in Gruppen zusammengefasst. Die ersten Tage nach der Geburt bleiben die Lämmer bei der Mutter, erst später werden diese getrennt. Dies hängt auch damit zusammen, dass die Milch der Ziegen in dem Zeitraum eine andere Zusammensetzung hat und anders schmeckt. Für die Lämmer enthält diese wichtige Nähr- und Abwehrstoffe.

Im Gewächshaus

Gleich danach ging es weiter in das Gewächshaus. In Brodowin werden 25 Hektar im Außenbetrieb bewirtschaftet. Es gibt mehrere kleine Gewächshäuser und ein großes mit über 2000 m² Fläche. Dort sind 3 Ernten im Jahr möglich. Angebaut werden Tomaten, Kohlrabi, Feldsalat, Rote Beete, Gurken, Fenchel, Paprika und vieles mehr.

Das Gewächshaus wird durch Schläuche oder Sprenkler bewässert. Die Beete sind mit schwarzer Folie abgedeckt, um das Unkraut niedrig zu halten. Diverse Nützlinge werden gezielt eingesetzt, um die Schädlinge zu dezimieren. Es werden keine chemischen Pfanzenschutzmittel und Insektizide verwendet. Gedüngt wird mit abgelagertem Mist.

Einige Beete waren bereits abgeerntet. Kohlrabi und Gurken befanden sich jedoch gerade in der Erntephase.

Auf dem Hoffest

Nach den Besichtigungen gönnten wir uns eine kleine Pause. Es gab mehrere Grillstände sowie ein großes Angebot an Kuchen. Angeboten wurden auch Erzeugnisse aus der Region, z.B. Honig, Marmeladen, Gelees, Handwerk.

Im Kuhstall

Nach der Stärkung besichtigten wir den Kuhstall. Die meisten Kühe standen allerdings auf den Weiden. Nur die Kühe mit den Kalb und die älteren Källber waren im Stall.

Rückweg

Es wurde kälter und fing an zu nieseln. Daher machten wir uns auf den Rückweg. Im Wald merkte man von dem Regen fast nichts.

Kloster Chorin

Wenn man in der Gegend ist, sollte man unbedingt das Kloster Chorin besuchen. Die ehemalige Zisterzienserabtei liegt idyllisch am Amtsee liegt. Im Sommer finden klassische Konzerte und Open-Air-Veranstaltungen statt. Auch ohne musikalischen Hintergrund ist eine Besichtigung des Klosters zu empfehlen.

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