Nekropoli Pantalica

Pantalica ist UNESCO-Weltkulturerbe und ein Naturschutzgebiet. Die enge Schlucht war das Rückzugsgebiet der Sikaner, die hier im 14. Jahrhundert v.Chr.  aus Thapsos in der Nähe von Prioro Gargallo vor den Sikulern geflohen waren. Die Sikaner waren beeindruckende Steinbearbeiter und hinterließen mehr als 5.000 in den Fels gehauene Gräber. Die meisten Grabhöhlen befinden sich an unzugänglichen Stellen. Eine Eisenbahnlinie führte im 19. Jahrhundert durch die Schlucht und ist heute der Hauptweg. Es gibt mehrere Eingänge, wir haben unsere Tour am Ingresso Fusco begonnen. Es gibt wenige Parkplätze dort, man sollte in der Hauptsaison zeitig vor Ort sein. Der Eintritt ist frei. Das Gelände hat mehrere Eingänge und um alles zu erkunden, reicht ein Tag sicherlich nicht aus.

Galeria Fusco

Wenige Meter nach dem Eingang muss der erste Tunnel durchquert werden. Dieser ist knapp 90 Meter lang. Eine Taschenlampe ist zu empfehlen, vor allem, weil noch längere Tunnel folgen. Der Fiume Anapo befindet sich mal links oder rechts vom Weg. Immer wieder, gerade von Brücken, eröffnen sich weite Blicke über die wunderbare Natur.

Galerie Brisanti

Wir laufen auf dem ehemaligen Bahndamm, nach zwei Kurven stehen wir vor dem nächsten Tunnel. Dieser ist über 150 Meter lang. Dass die Ingenieure vor über 150 Jahren diese Bahnstrecke in dem schwierigen Gelände errichtet haben, ist unglaublich. In den Felswänden kann man Öffnungen erkennen, einige der Nekropolen.

Cascitta

Kurz vor dem Tunnel Galleria Cascitta mit knapp 74 Metern Länge führt linker Hand ein Weg zu einem Rastplatz. Der Fiume Anapo ist hier etwas breiter, das Wasser ist kristallklar. Selbst nach einem langen trockenen Sommer ohne Regen ist der Fluss nicht versiegt. In der Felswand auf der anderen Flussseite sind mehrere Höhlen zu erkennen. Terrassenfelder mit Kaki- und Wallnussbäumen auf der anderen Flussseite lassen vermuten, dass hier noch aktiv Landwirtschaft betrieben wird. Ungefähr 400 Meter nach dem Tunnelende zweigt rechter Hand ein Wanderweg zum ehemaligen Palast Anakttoron ab, wovon aber nur noch wenig erhalten ist. Später teilt sich der Weg zu den verschiedenen Nekropolen und dem byzantinischen Dorf Cavetta. Der Bahndamm führt direkt an einigen Grabhöhlen vorbei.

Ex Stazione Pantalica

Wir bleiben auf der ehemaligen Bahnstrecke und erreichen kurz darauf den ehemaligen Bahnhof Pantalica, welcher heute ein Museum ist. Hier wird dargestellt, wie das Leben vor über 100 Jahren aussah. Die obere Etage zeigt die Flora und Fauna im Tal.

Sentiero Bisanti

Wir laufen diesselbe Strecke zurück. Vor dem Tunnel Galleria Bisanti kann man den Felsen umgehen und wird dafür mit prachtvoller Natur, vielen Höhlen und einem kleinem Rastplatz im Schatten belohnt. Am ehemaligen Bahnhaus erreichen wir die Hauptstrecke und sind kurze Zeit später am Ausgangspunkt angekommen.