Caldera de Taburiente

Der Nationalpark Caldera de Taburiente liegt im nördlichen Teil der Insel. Die Caldera ist von über 2.000 Meter hohen Wänden umgeben, u.a. vom höchsten Berg der Insel, dem Roque de la Muchachos. Das anfallende Wasser verläßt die Caldera in Richtung Westen in den Atlantik. Von Los Llanos de Aridane folgt man der Ausschilderung auf der LP-214. Am Flussbett befindet sich mehrere Parkplaätze, die kostenfrei genutzt werden können. Eine Übernachtung im Nationalpark ist nur nach Anmeldungen auf dem Campingplatz am Besucherzentrum möglich, Verpflegung muss dabei selbst mitgebracht werden.

Der Nationalpark bietet eine große Rundtour zum Wandern. Dabei sind über 1.000 Höhenmeter zu überwinden. Mit den Abstechern zur Cascada de Colorada und zur Cascada de la Fondada sind es fast 30 Kilometer. Alternativ kann man vom Eingang am Flussbett ein Taxi bis zum oberen Eingang Los Brecitos nutzen. Die Tour über den Campingplatz bis zum Ausgang am Flussbett sind ungefähr 16 Kilometer bei 1.000 Metern Abstieg. Die Wanderungen sollten früh am Vormittag beginnen. Es passiert häufig, dass sich am Nachmittag Wolken in der Caldera bilden.

Salto de la Estrechura

Die kleine Schlucht Salto de la Estrechura zwingt uns, dass Flussbett zu verlassen. Die Felsen bestehen teilweise aus Kissenlava. Kissenlava bildet sich, wenn Lava unter Wasser austritt.

La Rosera

Wir passieren eine Betonbrücke, die sich über das Flusstal spannt und einen Wasserkanal auf die andere Flusseite leitet, können wir eine Zeitlang im Flussbett laufen. Bei der nächsten Möglichkeit, das Flussbett rechts zu verlassen, passieren wir eine große kanarische Pinie, die La Rosera genannt wird. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Wasserwerk Dos Aguas.

Dos Aguas

Das Wasserwerk Dos Aguas ist ein häßlicher Betonbau. Es leitet den größten Teil des Wassers in eine Wasserleitung, welche für die Bewässerung für die Landwirtschaft verwendet wird. Vom Eingang bis zur Küste nach Tazacorte befinden sich viele Bananenfelder, die viel Wasser benötigen. An der Vereinigung des Rio Taburiente mit dem Rio de Almendro Amargo ist ein kleiner Rastplatz vorhanden.

Cascada de Colorada

Vom Wasserwerk folgen wir dem Rio de Almendro Amargo Richtung Norden. Der Abstecher bis zum farbigen Wasserfall sind nur 500 Meter, wir laufen noch einmal 500 Meter weiter, bis wir an einem Wasserfall ohne Hilfsmittel nicht weiterkommen. Die Färbung des Wasserfalls Cascada Colorada entsteht durch im Wasser gelöste Mineralien.

Barranco del Almendro Amargo

Zurück auf der Hauptroute geht es jetzt steil bergauf. Der Pfad ist schmal, in der Ferne ragt die Felsnadel Roque Idafe empor. Im Tal sehen wir die Reste des alten Wasserwerkes im Barranco del Almendro Amargo, viel ist durch die dichte Vegetation leider nicht zu erkennen. Der Weg führt direkt auf eine steil aufragende Felswand zu. Ein Schild warnt, dass man diese Stelle schnell passieren soll, da es oft zu Steinschlägen kommt. Kurze Zeit später hat man vom Aussichtspunkt Somada del Palo einen schönen Blick auf den gegenüberliegenden Sattel Lomo de los Bueyes und dem 983 Meter hohen Berg Picos de Toney.

Centro de Visitantes

Zum Besucherzentrum ist es nicht mehr weit. Mehrere Tische laden zum Rasten im Schatten ein. Hier kann auch gezelten werden.

Barranco de Hoyo Verde

Wir folgen dem Rio de Taburiente flussaufwärts. Das Flussbett ist sehr breit und sehr steinig. Auf der linken Seite schwenken wir in den Barranco de Hoyo Verde und folgen dem Zufluss. Das Gelände wird schwieriger. An der Nordwand ragt der 2.144 Meter hohe Pico del Atoúd auf. Leider ziehen die ersten Wolken auf und wir müssen kurz vor dem Wasserfall umkehren. Zurück am Campingplatz folgen wir den Schildern zum Ausgang Los Brecitos. Bis dahin sind es fast 6 Kilometer und  Da die Sonne jetzt verdeckt ist, wird es merklich kühler.

Blick vom Aussichtspunkt Somada del Palo auf den Picos de Toney
Blick vom Aussichtspunkt Somada del Palo auf den Picos de Toney

Fuente de la Mulao de la Faya

Seit dem Campingplatz führt der Weg stetig bergauf und passiert mehrere Zuflüsse und die Quelle Fuente de la Mulao de la Faya. Die Quelle ist unscheinbar, nur die Vegetation ist auffällig grün. Vom Mirador del Lomo de Tagasaste kurze Zeit später kann man weit in das Tal blicken. Es folgen noch weitere Zuflüsse, die aber alle kein Wasser führen.

Blick  vom Mirador del Lomo de Tagasaste
Blick vom Mirador del Lomo de Tagasaste

Los Brecitos

Endlich erreichen wir Los Brecitos, welches auf 1.100 Metern Höhe liegt. Trotz Pullover ist mir kalt, die Temperatur ist von 29 auf 13 Grad gefallen.