Arucas

Arucas ist eine kleine Stadt im Nordwesten Gran Canarias. Bekannt ist der Ort vor allem für seine Rumdestillerie. Aber es gibt auch einige andere Sachen zu sehen.

Casa de la Cultura

Das sogenannte Kulturhaus stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist ein gutes Beispiel für die traditionelle kanarische Architektur. Die Wände bestehen aus Mauerwerk und Dreck. Es gibt hölzerne Korridore. Maurische Fliesen mit blauen Steinen als Veredelung verzieren die Räume. Im Innenhof steht ein alter Drachenbaum. Da Alter kann man anhand der Verzweigungen abschätzen. Alle 10-15 Jahre verzweigen sich die Gewächse.

Die unterem Räume wurden als Lagerflächen für landwirtschaftliche Produkte verwendet. Im Laufe der Zeit wirde das Haus immer wieder umgebaut. Seit dem Preissturz für Zucker lohnte sich der Zuckerrohranbau nicht mehr, so dass eher Bananen und Wein angebaut wurde.

1969 erwarb die Stadt das Gebäude und ließ dieses von Santiago Santana sanieren. Der Künstler erhielt Unterstützung von D. Pedra Perez Viera. Der neue Eingang wurde mit Steinen aus den lokalen Steinbrüchen errichtet. Dieser Lavastein zeichnet sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit aus, weil die Lava langsamer erkaltete.

1974 wurde die öffentliche Bibliothek im Haus der Kultur eingeweit. Mehr als 40 Jahre später zog diese in das städtische Kulturzentrum um. Heute finden immer wieder kulturelle Veranstaltungen im Gebäude statt. Das Gebäude kann kostenfrei besichtigt werden.

Domingo Rivero

Domingo Rivero ist ein Schriftsteller, der aber zu Lebzeiten nur wenige Gedichte veröffentlichte. Er lebte von 1852 bis 1929, studierte Jura in Sevilla und Madrid. Später lebte er 3 Jahre in Paris und London. 1881 kehrte er nach Gran Canaria zurück und arbeite als Berichterstatter und später als Regierungssekretärs des Territorialgerichts. Sein bekanntestes Gedicht ist das Sonett „Yo, a mi cuerpo“.  Ein Denkmal erinnert in Arucas an ihn.

Parróquia de San Juan Batista

Die Pfarrkirche macht den Eindruck einer Kathedrale, ist aber keine Bischofskirche. Die Kirche wurde 1909-1917 nach den Plänen von Manuel Vega y March, ein katalanischer Architekt, errichtet. Der neugotische Stil ist gut zu erkennen. Leider war die Kirche verschlossen, so dass uns nur die Außenansicht blieb.

Parque Municipal

Ein Besuch im Stadtpark ist unbedingt zu empfehlen. Das über 10.000 m² große Gelände unterteilt sich in einen englischen und einen französischen Garten im Stil von Versailles. Gerade Formen, regelmäßige Blumenrabatte und schöne Terrazzo-Fliesen laden zum Verweilen ein. Der andere Teil ist schattiger, kleine Teiche kühlen die Luft. Überall stehen kleine Statuen und Kunstwerke.