Tempio della Concordia

Der Tempel wurde etwa 440 bis 430 v. Chr. errichtet. Da er auf einem sehr unebenen Terrain steht, ist er auf einem Sockel mit vier Stufen errichtet, der die Unebenheiten des Fels ausgleicht. Sein Grundriss entspricht der für Agrigent typischen Form der klassischen Zeit mit Pronaos, Naos, Opisthodom und einer Säulenhalle von 6 × 13 Säulen. Der Name stammt von einer lateinischen Inschrift, die in der Nähe gefunden wurde.

Bischof Gregorius von Agrigentum ließ den Tempel im Jahre 597 in eine christliche Basilika umwandeln und den Aposteln Petrus und Paulus weihen. Dabei wurden die Cellawände auf jeder Seite mit 6 Bogen durchbrochen und die Zwischenräume zwischen den Säulen zugemauert, wie es heute noch an der Kathedrale von Syrakus zu beobachten ist. Der Eingang wurde an die Westseite verlegt, wofür die Trennwand zwischen Naos und Opisthodom entfernt wurde. Die Sakristei wurde im ehemaligen Pronaos untergebracht. Im Tempelinneren fand man Standbilder von zwei punischen Götterbildern, die entfernt wurden. Es wird daher vermutet, dass bereits in griechischer Zeit zwei Götter hier verehrt worden waren und dass dies der Tempel ist, der ursprünglich den Dioskuren geweiht war.